Birgit

55-jährige Birgit aus Hamburg steht am Küchenfenster, man sieht die Jalousie.

»Schon lan­ge beschäf­tigt mich die Fra­ge der Authen­ti­zi­tät: Wie ehr­lich bin ich mit mir und ande­ren?
Und was ich mir wün­sche? Loving what is.«
(Okto­ber 2017)

Bonni

54-jährige Bonni steht in Hamburg vor einem Baum und lächelt.

»Ich wün­sche mir, mehr Zeit zum Rei­sen zu haben. Weil ich so gern unter­wegs bin und außer­dem fin­de, dass ich noch viel zu wenig von der Welt gese­hen habe. Ich lie­be es, Neu­es zu ent­de­cken, und ich mag beson­ders die vie­len span­nen­den Begeg­nun­gen mit ande­ren Men­schen, die auf sol­chen Rei­sen – oft ganz spon­tan – statt­fin­den.«
(Okto­ber 2017)

Heinrich

55-jähriger Mann, Heinrich, mit Brille und Glatze steht vor einem Baum.
»Seit ich den­ken kann, beglei­ten mich drei Fra­gen: Wer bin ich? Was will ich? Wohin gehe ich? Sie stel­len sich seit­dem immer wie­der neu. So lebe ich in der stän­di­gen Aus­ein­an­der­set­zung mit mei­ner Welt – sowohl mit der nächs­ten Umge­bung als auch mit dem glo­ba­len Gesche­hen. Die Ver­än­de­rung mei­ner Ant­wor­ten ver­deut­licht mir mei­ne eige­ne Ent­wick­lung als Mensch – das ist sehr span­nend.
Ganz aktu­ell beschäf­tigt mich die Rekon­struk­ti­on des Faschis­mus durch Men­schen, die ganz offen­sicht­lich gefan­gen sind in den selt­sams­ten Ängs­ten. Ihre Unfä­hig­keit, Chan­cen für die Zukunft durch Ver­än­de­rung zu sehen, ist fas­zi­nie­rend – wie Spok sagen wür­de.
Ich wün­sche mir mehr Mut zum Wan­del und damit die Rück­kehr der Ver­nunft.«
(Okto­ber 2017)

Hans-Jürgen

54-jähriger Mann, Hans-Jürgen,, braune Haare, brauner Rolli, guckt leicht lächelnd in die Kamera.

»Was beschäf­tigt mich schon lan­ge: Wie koche ich die DIE per­fek­te Soße!
Wovon träu­me ich: vom Vor­ru­he­stand, um aus­gie­big auf Rei­sen gehen zu kön­nen!
Und momen­tan fra­ge ich mich, wie ich das Wrack einer Hon­da cb 750 von 1977 wie­der auf die Stra­ße brin­ge.«
(Okto­ber 2017)

Michael

55-jähriger Mann in hellblauer Jacke steht im Park und blickt in die Kamera.
»Was mich gera­de bewegt? Viel­leicht liegt es am Herbst­wet­ter, dass ich in die­sen Tagen oft über mei­ne Lebens­zie­le nach­den­ke und über die Fra­ge, ob mei­ne bewuss­ten und unbe­wuss­ten Gedan­ken wirk­lich in jedem Moment Ein­fluss haben auf das, was mir pas­siert. Ich pend­le inner­lich zwi­schen zwei Polen. Auf der einen Sei­te bren­ne ich für etwas, das ich errei­chen möch­te, auf der ande­ren Sei­te wün­sche ich mir Gelas­sen­heit. Wer­den die Gedan­ken mit zuneh­men­dem Alter viel­leicht kraft­lo­ser, weil die Lebens­weis­heit und die Abge­klärt­heit zuneh­men und damit das Bren­nen für ein Ziel im Leben nach­lässt? Oder fällt es gereif­ten Men­schen eher leich­ter, kon­struk­ti­ve Gedan­ken zu unter­hal­ten, weil die Fähig­keit zu Ver­trau­en und Zuver­sicht gewach­sen ist? Es heißt immer: Das, was wir im Inne­ren schon sind, kommt in unse­rem Leben zu uns. Ist es daher destruk­tiv, ein­fach beschei­den und dank­bar zu sein?«
(Okto­ber 2017)