Batur

Junger Mann guckt seitlich in die Kamera.
»Im Moment beschäf­tigt mich der Gedan­ke, wie man mit weni­ger glück­lich wer­den  kann.
Mehr Wahr­heit im Leben durch weni­ger Kon­sum, um sei­ne per­sön­li­chen Zie­le ver­wirk­li­chen zu könn­nen und um sich den wich­ti­gen Din­gen im Leben zuzu­wen­den, wie Fami­lie und Freun­de.
Was ich mir wün­sche? Dass man auch den reg­ne­ri­schen Som­mer­tag in Ham­burg nicht für selbst­ver­ständ­lich hält.«
(März 2018)

 

Heinrich

55-jähriger Mann, Heinrich, mit Brille und Glatze steht vor einem Baum.
»Seit ich den­ken kann, beglei­ten mich drei Fra­gen: Wer bin ich? Was will ich? Wohin gehe ich? Sie stel­len sich seit­dem immer wie­der neu. So lebe ich in der stän­di­gen Aus­ein­an­der­set­zung mit mei­ner Welt – sowohl mit der nächs­ten Umge­bung als auch mit dem glo­ba­len Gesche­hen. Die Ver­än­de­rung mei­ner Ant­wor­ten ver­deut­licht mir mei­ne eige­ne Ent­wick­lung als Mensch – das ist sehr span­nend.
Ganz aktu­ell beschäf­tigt mich die Rekon­struk­ti­on des Faschis­mus durch Men­schen, die ganz offen­sicht­lich gefan­gen sind in den selt­sams­ten Ängs­ten. Ihre Unfä­hig­keit, Chan­cen für die Zukunft durch Ver­än­de­rung zu sehen, ist fas­zi­nie­rend – wie Spok sagen wür­de.
Ich wün­sche mir mehr Mut zum Wan­del und damit die Rück­kehr der Ver­nunft.«
(Okto­ber 2017)

Wolfgang

Wolfgang, ein 35-jähriger Mann, steht vor einem Haus und blickt leicht lächelnd in die Kamera.

»Ich wün­sche mir, dass ich mei­ne Wei­ter­bil­dung gut abschlie­ße, um einen Job nach mei­nem Vor­stel­lun­gen zu bekom­men. In eini­gen Jah­ren hät­te ich gern Eigen­tum.  Und wenn ich könn­te, wür­de am liebs­ten viel rei­sen.«
(Okto­ber 2017)

Hans-Jürgen

54-jähriger Mann, Hans-Jürgen,, braune Haare, brauner Rolli, guckt leicht lächelnd in die Kamera.

»Was beschäf­tigt mich schon lan­ge: Wie koche ich die DIE per­fek­te Soße!
Wovon träu­me ich: vom Vor­ru­he­stand, um aus­gie­big auf Rei­sen gehen zu kön­nen!
Und momen­tan fra­ge ich mich, wie ich das Wrack einer Hon­da cb 750 von 1977 wie­der auf die Stra­ße brin­ge.«
(Okto­ber 2017)

Leon

Leon, ein 21-jähriger bärtiger Mann, steht vor einem Baum und blickt in die Kamera. Er sucht nach einer Möglichkeit, seinem Leben Sinn zu geben.

»Was mich lang­fris­tig bewegt? Ich suche nach einem Weg, der mir die Mög­lich­keit gibt, jeden Tag auf­zu­ste­hen und glück­lich zu sein.«
(Okto­ber 2017)

Michael

55-jähriger Mann in hellblauer Jacke steht im Park und blickt in die Kamera.
»Was mich gera­de bewegt? Viel­leicht liegt es am Herbst­wet­ter, dass ich in die­sen Tagen oft über mei­ne Lebens­zie­le nach­den­ke und über die Fra­ge, ob mei­ne bewuss­ten und unbe­wuss­ten Gedan­ken wirk­lich in jedem Moment Ein­fluss haben auf das, was mir pas­siert. Ich pend­le inner­lich zwi­schen zwei Polen. Auf der einen Sei­te bren­ne ich für etwas, das ich errei­chen möch­te, auf der ande­ren Sei­te wün­sche ich mir Gelas­sen­heit. Wer­den die Gedan­ken mit zuneh­men­dem Alter viel­leicht kraft­lo­ser, weil die Lebens­weis­heit und die Abge­klärt­heit zuneh­men und damit das Bren­nen für ein Ziel im Leben nach­lässt? Oder fällt es gereif­ten Men­schen eher leich­ter, kon­struk­ti­ve Gedan­ken zu unter­hal­ten, weil die Fähig­keit zu Ver­trau­en und Zuver­sicht gewach­sen ist? Es heißt immer: Das, was wir im Inne­ren schon sind, kommt in unse­rem Leben zu uns. Ist es daher destruk­tiv, ein­fach beschei­den und dank­bar zu sein?«
(Okto­ber 2017)