Fabiana

Fabiana sitzt in der Küche, trägt Cap, blickt in die Kamera, lächelt leicht.

»Was mich momen­tan beschäf­tigt, sind Ent­schei­dun­gen. Woher weiß man, dass man die rich­ti­ge trifft? Sind es über­haupt Ent­schei­dun­gen oder nur Zufäl­le, die unser Leben bestim­men?«
(Okto­ber 2017)

 

Michael

55-jähriger Mann in hellblauer Jacke steht im Park und blickt in die Kamera.
»Was mich gera­de bewegt? Viel­leicht liegt es am Herbst­wet­ter, dass ich in die­sen Tagen oft über mei­ne Lebens­zie­le nach­den­ke und über die Fra­ge, ob mei­ne bewuss­ten und unbe­wuss­ten Gedan­ken wirk­lich in jedem Moment Ein­fluss haben auf das, was mir pas­siert. Ich pend­le inner­lich zwi­schen zwei Polen. Auf der einen Sei­te bren­ne ich für etwas, das ich errei­chen möch­te, auf der ande­ren Sei­te wün­sche ich mir Gelas­sen­heit. Wer­den die Gedan­ken mit zuneh­men­dem Alter viel­leicht kraft­lo­ser, weil die Lebens­weis­heit und die Abge­klärt­heit zuneh­men und damit das Bren­nen für ein Ziel im Leben nach­lässt? Oder fällt es gereif­ten Men­schen eher leich­ter, kon­struk­ti­ve Gedan­ken zu unter­hal­ten, weil die Fähig­keit zu Ver­trau­en und Zuver­sicht gewach­sen ist? Es heißt immer: Das, was wir im Inne­ren schon sind, kommt in unse­rem Leben zu uns. Ist es daher destruk­tiv, ein­fach beschei­den und dank­bar zu sein?«
(Okto­ber 2017)

Marie

Marie, 25-jährige Frau aus Hamburg, hält sich lächelnd die Hand vor den Mund, sie hat zwei Ringe an den oberen Fingerliedern.

»Also im Moment träu­me ich davon, eine Wei­le in Ita­li­en zu leben, zum  Bei­spiel in der Tos­ca­na. Ich gehe oft zu Andro­na­co, dem ita­lie­ni­schen Groß­han­del in Ham­burg, kau­fe da ein und genie­ße die Atmo­sphä­re. Ich wür­de ger­ne in Ita­li­en alle klas­si­schen ita­lie­ni­schen Gerich­te erler­nen: so wie Arra­bia­ta, Car­bo­na­ra und Amatri­cia­na. Ein Freund von mir, Ange­lo, ein ita­lie­ni­scher Koch, hat mir gesagt, die arme Küche Ita­li­ens ist die bes­te, aber auch die schwie­rigs­te.«
(Okto­ber 2017)