Laura

Laura hat Großmutter im Arm, siei sind im Garten.

»Was mich beschäf­tigt? Im Moment den­ke ich viel über den Ver­lauf mei­nes Lebens nach und wie es wohl in Zukunft aus­se­hen mag. Ob der Weg, den ich gehe, der rich­ti­ge ist? Ob ich die Zukunft irgend­wie beein­flus­sen kann? Ob mei­ne Wün­sche sich erfül­len wer­den und ob man über­haupt irgend­was, was die Zukunft betrifft, pla­nen kann?
Ich fra­ge mich, ob mei­ne lie­be Groß­mutter, die nun schon fast 80 Jah­re ist, zufrie­den mit ihrem Leben ist, ob sich ihre Wün­sche erfüllt haben, die sie ein­mal hat­te, oder ob alles ganz anders gekom­men ist, als sie sich mal aus­ge­malt hat­te. Sie ist die­je­ni­ge, die immer für alle in der Fami­lie da ist, immer hilft, wo sie kann und sich nie beschwert. Sie ist manch­mal zu besorgt und macht uns wahn­sin­nig, aber ein Leben ohne sie kön­nen wir uns alle in der Fami­lie, glau­be ich, nicht vor­stel­len.«
(Okto­ber 2017)

Fabiana

Fabiana sitzt in der Küche, trägt Cap, blickt in die Kamera, lächelt leicht.

»Was mich momen­tan beschäf­tigt, sind Ent­schei­dun­gen. Woher weiß man, dass man die rich­ti­ge trifft? Sind es über­haupt Ent­schei­dun­gen oder nur Zufäl­le, die unser Leben bestim­men?«
(Okto­ber 2017)

 

Marie

Marie, 25-jährige Frau aus Hamburg, hält sich lächelnd die Hand vor den Mund, sie hat zwei Ringe an den oberen Fingerliedern.

»Also im Moment träu­me ich davon, eine Wei­le in Ita­li­en zu leben, zum  Bei­spiel in der Tos­ca­na. Ich gehe oft zu Andro­na­co, dem ita­lie­ni­schen Groß­han­del in Ham­burg, kau­fe da ein und genie­ße die Atmo­sphä­re. Ich wür­de ger­ne in Ita­li­en alle klas­si­schen ita­lie­ni­schen Gerich­te erler­nen: so wie Arra­bia­ta, Car­bo­na­ra und Amatri­cia­na. Ein Freund von mir, Ange­lo, ein ita­lie­ni­scher Koch, hat mir gesagt, die arme Küche Ita­li­ens ist die bes­te, aber auch die schwie­rigs­te.«
(Okto­ber 2017)