Laura

Laura hat Großmutter im Arm, siei sind im Garten.

»Was mich beschäf­tigt? Im Moment den­ke ich viel über den Ver­lauf mei­nes Lebens nach und wie es wohl in Zukunft aus­se­hen mag. Ob der Weg, den ich gehe, der rich­ti­ge ist? Ob ich die Zukunft irgend­wie beein­flus­sen kann? Ob mei­ne Wün­sche sich erfül­len wer­den und ob man über­haupt irgend­was, was die Zukunft betrifft, pla­nen kann?
Ich fra­ge mich, ob mei­ne lie­be Groß­mutter, die nun schon fast 80 Jah­re ist, zufrie­den mit ihrem Leben ist, ob sich ihre Wün­sche erfüllt haben, die sie ein­mal hat­te, oder ob alles ganz anders gekom­men ist, als sie sich mal aus­ge­malt hat­te. Sie ist die­je­ni­ge, die immer für alle in der Fami­lie da ist, immer hilft, wo sie kann und sich nie beschwert. Sie ist manch­mal zu besorgt und macht uns wahn­sin­nig, aber ein Leben ohne sie kön­nen wir uns alle in der Fami­lie, glau­be ich, nicht vor­stel­len.«
(Okto­ber 2017)

Fabiana

Fabiana sitzt in der Küche, trägt Cap, blickt in die Kamera, lächelt leicht.

»Was mich momen­tan beschäf­tigt, sind Ent­schei­dun­gen. Woher weiß man, dass man die rich­ti­ge trifft? Sind es über­haupt Ent­schei­dun­gen oder nur Zufäl­le, die unser Leben bestim­men?«
(Okto­ber 2017)

 

Michael

55-jähriger Mann in hellblauer Jacke steht im Park und blickt in die Kamera.
»Was mich gera­de bewegt? Viel­leicht liegt es am Herbst­wet­ter, dass ich in die­sen Tagen oft über mei­ne Lebens­zie­le nach­den­ke und über die Fra­ge, ob mei­ne bewuss­ten und unbe­wuss­ten Gedan­ken wirk­lich in jedem Moment Ein­fluss haben auf das, was mir pas­siert. Ich pend­le inner­lich zwi­schen zwei Polen. Auf der einen Sei­te bren­ne ich für etwas, das ich errei­chen möch­te, auf der ande­ren Sei­te wün­sche ich mir Gelas­sen­heit. Wer­den die Gedan­ken mit zuneh­men­dem Alter viel­leicht kraft­lo­ser, weil die Lebens­weis­heit und die Abge­klärt­heit zuneh­men und damit das Bren­nen für ein Ziel im Leben nach­lässt? Oder fällt es gereif­ten Men­schen eher leich­ter, kon­struk­ti­ve Gedan­ken zu unter­hal­ten, weil die Fähig­keit zu Ver­trau­en und Zuver­sicht gewach­sen ist? Es heißt immer: Das, was wir im Inne­ren schon sind, kommt in unse­rem Leben zu uns. Ist es daher destruk­tiv, ein­fach beschei­den und dank­bar zu sein?«
(Okto­ber 2017)